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Gut geplant ist halb erledigt: Startschuss für den PolizeiClient

Projekt PolizeiClient


In der letzten Sitzung des Lenkungsausschusses PolizeiClient wurde entschieden, die Projektstrukturen an der eindeutigen Rollentrennung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer auszurichten, so dass IT.Niedersachsen ein dem Grunde nach internes Projekt für den PolizeiClient durchführt. Aufgrund der damit verbundenen großen Bedeutung für IT.Niedersachsen trafen sich am 14. Dezember 2015 die verantwortlichen Projektmitglieder mit der Geschäftsführung und den Fachbereichsleitern zu einer Kick Off-Veranstaltung, um den offiziellen Startschuss zu geben, die bisherigen Zwischenergebnisse zu bilanzieren und sich auf die vor uns liegende gemeinsame Herausforderung einzustimmen.

Gleich zu Beginn stellte Geschäftsführer Axel Beims in seiner Grußansprache die strategische Bedeutung des Projekts für IT.Niedersachsen in den Vordergrund: „Die wesentlichen Kernziele unseres Hauses sind der wirtschaftliche Umgang mit Ressourcen sowie zufriedene Kunden. Diese beiden Ziele konnten mit dem Niedersachsen-Client bestätigt werden, so dass die Landesregierung voller Überzeugung die Übernahme der Client-Verantwortung der Polizei durch IT.Niedersachsen entschieden hat. Der PolizeiClient ist jedoch vielmehr als nur die Vervielfältigung des Niedersachsen-Clients durch reine Mengenzuwächse und Skaleneffekte. Aufgrund der Komplexität und Vielschichtigkeit handelt es sich stattdessen um ein Vorhaben mit einem neuen Kernelement: der Veränderung von Organisationen und damit Menschen. Der nunmehr auch in der Projektstruktur abgebildete Charakter eines Insourcing-Vorhabens auch Sicht von IT.Niedersachsen und eines Outsourcing-Vorhabens aus Sicht der Polizei bedeutet auch erhebliche Veränderungen für heutige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf beiden Seiten. Diese Herausforderung zu meistern wird abseits der vielen technischen Aspekte einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren sein, damit der PolizeiClient gelingen kann. Wir freuen uns auf diese Herausforderung."

Axel Beims bedankte sich bei Wilfried Willeke für die hervorragende Arbeit in der Initiierungsphase des Projektes, wünschte ihm viel Erfolg in seiner neuen Funktion als Fachbereichsleiter 4 und übergab die Projektleitung an Günter Schmidt. Wilfried Willeke dankte an dieser Stelle noch einmal allen Beteiligten für ihre bisherige tatkräftige Unterstützung. Günter Schmidt hob die spezifischen Charakteristika des Projekts PolizeiClient hervor: „Bei diesem Projekt handelt es sich um ein IT-Outsourcing-Projekt mit bis zu 300 betroffenen Polizistinnen und Polizisten. Mit Sorgen vor künftigen Veränderungen ist daher zu rechnen. Sie sind menschlich und nachvollziehbar. Ihnen kann jedoch mit Maßnahmen des Veränderungsmanagements professionell begegnet werden."

Basierend auf der Ein-Plattform-Strategie der Landesregierung sollen mit dem PolizeiClient alle Arbeitsplatzrechner, die für die Bürokommunikation eingesetzt werden, umfassend erneuert, an die spezifischen Anforderungen der polizeilichen Betriebsabläufe angepasst sowie auf ein einheitliches Windows-Betriebssystem umgestellt werden. Mit der damit verbundenen Standardisierung der gesamten Arbeitsplatzumgebung und der dafür erforderlichen IT-Infrastruktur sollen nicht zuletzt Betriebs- und Pflegeaufwände verringert sowie die Zahl der Endgeräte in den allgemeinen Anwendungsbereichen um rund 20 Prozent (circa 8.400 APC) reduziert werden. Der gesamte Betrieb wird, wie im Eckpunktepapier festgelegt, anschließend vollständig von IT.Niedersachsen übernommen werden.

Insgesamt gliedert sich das IT.N-interne Projekt neben den Stabsfunktionen in fünf Teilprojekte, die von den jeweiligen TeilprojektleiterInnen im Hinblick auf den aktuellen Sachstand, die besonderen Herausforderungen und die folgenden nächsten Schritte vorgestellt wurden. Folgende Teilprojekte (TP) wurden aufgesetzt: TP1„Planung und Konzeptionierung", TP2 „Aufbau und Infrastruktur" , TP3 „Aufbau der PolizeiClient Services", TP4 „Rollout und Migration", sowie TP5 „Personal, Organisation, Querschnittsthemen".

In einem Impulsvortrag zum Thema „Erfolg entsteht im Kopf" stellte Horst Kirchner (Projektsteuerung) lebendig und anschaulich dar, dass sich letztendlich vor allem im Kopf entscheidet, in welche Richtung sich ein Vorhaben entwickelt. Zum Schluss führte Horst Kircher eine kurze Übung durch, bei der die Teilnehmenden jene Gründe benannten, die für unsere Stärken und einen erfolgreichen Projektabschluss sprechen. Die Top 10 dieser Punkte werden als motivatorischer Leitfaden unsere Projektarbeit begleiten.

Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick:

  • Im Jahr 2012 kamen die zur Erarbeitung einer IKT-Strategie für die Polizei eingesetzte Arbeitsgruppe, der Landesrechnungshof und die Firma Accenture zu dem Ergebnis, dass sowohl unter strategischen, technischen als auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine standardisierte und zentral bereitgestellte Ein-Plattform-Lösung eingeführt werden soll.
  • Zur Vorbereitung einer diesbezüglichen Entscheidung wurde im Jahr 2014 im Rahmen des Projekts „Umsetzung der IKT-Strategie für die Polizei des Landes Niedersachsen" eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung mit dem Ergebnis durchgeführt, dass der „Betrieb der Microsoft-Plattform durch den zentralen Landesdienstleister IT.N" die wirtschaftlichste Lösung darstellt.
  • Am 20. November 2014 beauftragte Innenminister Boris Pistorius das Landespolizeipräsidium im Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport mit der Umsetzung des Projekts „PolizeiClient".
  • Im Januar 2015 wandte sich der Landespolizeipräsident Uwe Binias in einem Schreiben an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei, um sie über die geplante Umstellung der IT-Infrastruktur zu informieren und um Unterstützung für diesen Veränderungsprozess zu bitten.
  • Im Juni 2015 wurde mit der Unterzeichnung des Projektauftrags durch den Landespolizeipräsidenten Uwe Binias und Direktor der Polizei Alfred Soetbeer der Startschuss für das Gesamtprojekt gegeben.
  • Im Herbst 2017 beginnt der zwölfmonatige Rollout von circa 19.000 Clients. Um dieses Volumen bewältigen zu können, werden bis zu 200 Geräte pro Tag auszubringen sein.
  • Am 31. Dezember 2018 wird das Projekt PolizeiClient abgeschlossen sein.














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